Englisch lernen kostenlos: Die besten Apps und Angebote

Von HandyKlug Redaktion · 17. September 2026

Anzeige

Englisch begegnet dir überall: im Job, auf Reisen, in Serien und in fast jeder App. Viele haben es in der Schule gelernt, trauen sich aber kaum, frei zu sprechen. Andere wollen ihr Englisch für eine Bewerbung oder einen Auslandsaufenthalt auffrischen.

Die gute Nachricht: Dafür musst du nicht gleich einen teuren Kurs buchen. Es gibt hervorragende kostenlose Apps und Angebote, mit denen du täglich ein bisschen dazulernst. Viele davon kommen von seriösen Anbietern wie der BBC.

In diesem Ratgeber stellen wir die besten kostenlosen Möglichkeiten vor und zeigen, welche App wofür taugt. Denn keine einzelne App deckt alles ab. Die Mischung macht's.

Anzeige

Was eine gute Lern-App leisten sollte

Eine Sprache besteht aus mehreren Fähigkeiten: Wortschatz, Grammatik, Hören, Lesen, Sprechen und Schreiben. Die meisten Apps sind nur in ein oder zwei Bereichen wirklich stark.

Überleg dir deshalb zuerst, wo du stehst und was du brauchst. Wer als Anfänger startet, braucht Struktur. Wer Schulenglisch auffrischen möchte, profitiert mehr von echten Inhalten wie Podcasts und Serien. Und wer sich nicht traut zu sprechen, braucht vor allem Sprechpraxis.

Ein realistisches Ziel sind 10 bis 20 Minuten am Tag. Das ist wirksamer als zwei Stunden am Sonntag.

Anzeige

Duolingo: der spielerische Einstieg

Duolingo ist die bekannteste Sprachlern-App der Welt und für Deutschsprachige mit einem vollständigen Englischkurs verfügbar. Kurze Lektionen, Punkte, Ranglisten und die berühmte Tagesserie motivieren zum Dranbleiben.

Die kostenlose Version ist vollwertig nutzbar, zeigt aber Werbung und begrenzt, wie viel du am Stück üben kannst. Das Abo entfernt diese Einschränkungen und bietet Zusatzfunktionen.

Stärken: Motivation, Grundwortschatz, einfacher Einstieg. Schwächen: Freies Sprechen und komplexere Grammatik kommen zu kurz. Duolingo eignet sich hervorragend als tägliche Gewohnheit, sollte aber nicht deine einzige Quelle sein.

Anzeige

Weiterlesen

Schau dir eine kurze Anzeige an, um den Rest dieser Anleitung freizuschalten. So bleiben unsere Inhalte kostenlos.

Wenn keine Anzeige verfügbar ist, wird der Artikel automatisch freigeschaltet.

BBC Learning English: kostenlos und hochwertig

Die BBC bietet mit Learning English seit vielen Jahren kostenlose Lernmaterialien an. Auf der Website und in der App findest du Kurse für verschiedene Niveaus, Grammatik-Erklärungen, Aussprache-Videos und Quizze.

Besonders beliebt ist der Podcast „6 Minute English“. In kurzen Folgen sprechen zwei Moderatoren über ein Alltagsthema und erklären dabei neue Vokabeln. Du kannst ihn in jeder Podcast-App abonnieren und auf dem Arbeitsweg hören.

Wer britisches Englisch hören möchte, ist hier richtig. Die Materialien sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

Anzeige

Anki: Vokabeln, die hängen bleiben

Anki ist eine Karteikarten-App mit einem klugen Prinzip. Sie zeigt dir Vokabeln genau dann wieder, wenn du sie fast vergessen hättest. Diese Methode heißt verteiltes Wiederholen und gilt als sehr effektiv.

Anki ist auf dem Computer und unter Android kostenlos. Die offizielle iPhone-App AnkiMobile kostet einmalig Geld, die Einnahmen finanzieren die Entwicklung. Über AnkiWeb kannst du alternativ auch im Browser lernen.

Du kannst fertige Kartenstapel herunterladen oder eigene anlegen. Eigene Karten mit Beispielsätzen aus Serien oder deinem Berufsalltag bleiben oft besser im Kopf.

Anzeige

Weitere Apps mit Gratis-Angebot

Auch andere bekannte Apps bieten eine kostenlose Basisversion:

  • Busuu: Strukturierte Lektionen und die Möglichkeit, Übungen von Muttersprachlern korrigieren zu lassen. Die Gratis-Version ist eingeschränkt.
  • Memrise: Vokabeltraining mit kurzen Videos von Muttersprachlern. Nützlich für Alltagssprache.
  • Tandem und HelloTalk: Hier tauschst du dich mit Menschen aus, die Deutsch lernen wollen. Du hilfst beim Deutsch, sie helfen dir beim Englisch. Achte auf die üblichen Regeln bei Kontakten mit Fremden im Netz.

Babbel ist im deutschsprachigen Raum sehr bekannt und didaktisch gut aufgebaut, aber kein kostenloses Angebot. Nach einer Probelektion brauchst du ein Abo.

Die Angebote im Vergleich

Angebot Kostenlos nutzbar? Stärken Schwächen Ideal für
Duolingo Ja, mit Werbung Motivation, Grundwortschatz Wenig freies Sprechen Einsteiger, tägliche Gewohnheit
BBC Learning English Ja, komplett Seriöse Inhalte, Podcasts, Grammatik Weniger spielerisch Wiedereinsteiger, Hörverstehen
Anki Android, Desktop und Web ja, iPhone-App kostenpflichtig Vokabeln langfristig merken Etwas Einarbeitung nötig Vokabeltraining
Busuu Eingeschränkt Korrekturen durch Muttersprachler Viele Funktionen im Abo Schreiben üben
Memrise Eingeschränkt Alltagssprache mit Videos Viele Funktionen im Abo Vokabeln im Kontext
Tandem, HelloTalk Eingeschränkt Echte Gespräche Qualität hängt vom Partner ab Sprechpraxis

Preise und Umfang der Gratis-Versionen ändern sich. Schau vor einem Abo in die aktuellen Bedingungen.

Anzeige

KI-Chatbots als Gesprächspartner

ChatGPT, Gemini und Claude können gute Übungspartner sein. In den Apps kannst du bei vielen Assistenten auch per Sprache chatten. So trainierst du das Sprechen, ohne Angst vor Fehlern.

Probier zum Beispiel diesen Prompt:

Let's practice English. I'm at B1 level. Talk to me about my weekend like a friendly colleague. Keep your answers short. After every three messages, list my mistakes and explain them in German.

Die KI kann auch Texte vereinfachen, Vokabellisten erstellen oder Bewerbungsanschreiben korrigieren. Beachte aber: Chatbots machen selbst gelegentlich Fehler. Gib außerdem keine sensiblen persönlichen Daten ein.

Kostenlose Angebote außerhalb der App-Stores

Viele unterschätzen, was es abseits der Apps gratis gibt.

  • Stadtbibliothek und Onleihe: Über die Onleihe leihst du dir mit deinem Bibliotheksausweis E-Books und Hörbücher aus, oft auch auf Englisch. Der Ausweis kostet je nach Stadt eine kleine Jahresgebühr oder ist kostenlos.
  • Serien und Filme im Original: Stell bei Netflix, Disney+ oder in den Mediatheken die Tonspur auf Englisch. Anfangs mit englischen Untertiteln, später ohne.
  • YouTube: Kanäle von Muttersprachlern erklären Aussprache, Redewendungen und Unterschiede zwischen britischem und amerikanischem Englisch.
  • Volkshochschule: VHS-Kurse sind nicht kostenlos, aber meist günstig. Viele Kurse gibt es inzwischen auch online.

So kombinierst du die Apps sinnvoll

Ein einfacher Wochenplan für Wiedereinsteiger könnte so aussehen:

  1. Täglich 10 Minuten Duolingo oder Anki für Wortschatz und Routine.
  2. Zwei- bis dreimal pro Woche eine Folge „6 Minute English“ auf dem Weg zur Arbeit.
  3. Einmal pro Woche eine Folge einer Serie im Original mit Untertiteln.
  4. Einmal pro Woche 15 Minuten Sprechen, entweder mit einem Tandempartner oder mit einem KI-Chatbot.

Schreib dir unbekannte Wörter aus Serien und Podcasts auf und übertrag sie nach Anki. So verbindest du alle Bausteine.

Tipps gegen die Sprechangst

Viele Deutschsprachige verstehen Englisch gut, blockieren aber, sobald sie selbst sprechen sollen. Das ist normal und lässt sich trainieren.

  • Laut mitsprechen: Sprich Sätze aus Podcasts oder Serien nach. Das nennt man Shadowing und hilft bei Aussprache und Sprechfluss.
  • Selbstgespräche führen: Beschreib beim Kochen oder Aufräumen auf Englisch, was du gerade tust. Niemand hört zu, niemand korrigiert.
  • Sprachnachrichten aufnehmen: Nimm dich mit der Diktierfunktion oder Sprachmemo-App auf und hör dir das Ergebnis an. Beim zweiten Versuch klingt es meist schon besser.
  • Fehler einplanen: Muttersprachler erwarten kein perfektes Englisch. Verständlich zu sein, ist das Ziel.

Englisch für den Beruf

Wer Englisch vor allem im Job braucht, sollte gezielt den passenden Wortschatz trainieren. Leg dir in Anki einen eigenen Stapel mit Begriffen aus deiner Branche an.

Übe typische Situationen mit einem KI-Chatbot, etwa ein Telefonat mit einem Kunden, eine kurze Vorstellung im Meeting oder eine höfliche E-Mail. Bitte die KI, dir eine formellere und eine lockerere Variante zu zeigen. So lernst du, den richtigen Ton zu treffen.

Frag außerdem bei deinem Arbeitgeber nach. Manche Unternehmen bezahlen Sprachkurse oder Lizenzen für Lernplattformen.

Hilfreich ist auch, englische Inhalte aus deinem Fachgebiet zu konsumieren. Branchen-Newsletter, Fachartikel oder Konferenzvorträge auf YouTube bringen dir genau die Begriffe bei, die du im Arbeitsalltag brauchst. Lies zuerst Texte, deren Thema du schon kennst. Dann erschließen sich unbekannte Wörter oft aus dem Zusammenhang, und du musst nicht jedes zweite Wort nachschlagen.

Häufige Fragen

Kann ich mit kostenlosen Apps wirklich gut Englisch lernen?

Ja, wenn du mehrere Angebote kombinierst und regelmäßig übst. Für ein bestimmtes Zertifikat kann ein gezielter Vorbereitungskurs trotzdem sinnvoll sein.

Britisches oder amerikanisches Englisch?

Beides wird überall verstanden. Wähle, was dir besser gefällt oder was du im Job brauchst, und bleib möglichst dabei.

Wie lange dauert es, bis ich flüssig spreche?

Das hängt stark von deinem Ausgangsniveau und deiner Übungszeit ab. Wichtiger als Tempo ist Regelmäßigkeit.

Sind die kostenlosen Apps werbefrei?

Nicht alle. Duolingo zeigt in der Gratis-Version zum Beispiel Werbung. Ob eine App Werbung enthält, steht im jeweiligen Store-Eintrag.