Kostenlos und legal fernsehen auf dem Handy: Die besten Apps

Von HandyKlug Redaktion · 8. September 2026

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Die Tagesschau in der Mittagspause, der Tatort im Zug oder das Fußballspiel im Garten: Fernsehen auf dem Handy ist längst Alltag. Einen Fernseher brauchst du dafür nicht, einen teuren Streaming-Vertrag auch nicht.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es mehrere Apps, mit denen du völlig legal und ohne Abo fernsehen kannst. Die öffentlich-rechtlichen Sender stellen ihre Programme live und auf Abruf bereit. Dazu kommen werbefinanzierte Plattformen mit dutzenden Sendern.

Wir zeigen dir, welche Apps es gibt, was sie kosten, wo die Haken liegen und wie du beim Streamen dein Datenvolumen schonst. Und wir erklären, warum du von dubiosen „Gratis-TV“-Apps besser die Finger lässt.

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Die Mediatheken von ARD und ZDF

Die erste Adresse für kostenloses Fernsehen in Deutschland sind die Apps von ARD und ZDF. Sie sind werbefrei und brauchen keine Anmeldung. Finanziert werden sie über den Rundfunkbeitrag.

ARD Mediathek

In der ARD Mediathek findest du Livestreams von Das Erste, den dritten Programmen wie WDR, BR, NDR, SWR oder MDR sowie von tagesschau24, ONE und ARD alpha. Dazu kommen tausende Sendungen, Filme, Serien und Dokus zum Nachschauen. Viele Inhalte bleiben wochen- oder monatelang abrufbar.

ZDF-Mediathek

Die App des ZDF bietet Livestreams von ZDF, ZDFneo und ZDFinfo sowie die Sender 3sat, KiKA und phoenix, an denen das ZDF beteiligt ist. Auch hier gibt es ein großes Angebot an Krimis, Dokus und Nachrichten auf Abruf.

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Ein Hinweis zu Sportübertragungen: Große Ereignisse wie Fußballspiele sind wegen der Lizenzrechte manchmal nur in Deutschland oder nur live verfügbar. Im Ausland kann der Stream gesperrt sein.

ORF ON und Play SRF

In Österreich heißt das Angebot des ORF ORF ON. Es hat die frühere ORF-TVthek abgelöst. Dort siehst du ORF 1, ORF 2 und weitere Sender live und viele Sendungen zum Nachschauen.

In der Schweiz bietet die SRG mit Play SRF das Programm von SRF 1, SRF zwei und SRF info. Für die französisch- und italienischsprachige Schweiz gibt es Play RTS und Play RSI.

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Viele Livestreams dieser Sender sind aus Lizenzgründen nur im jeweiligen Land abrufbar. Das nennt man Geoblocking.

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Joyn: über 100 Sender mit Gratis-Konto

Joyn ist die Streaming-Plattform von ProSiebenSat.1. Die Basisversion ist kostenlos und finanziert sich über Werbung. Für das komplette Gratis-Angebot brauchst du ein kostenloses Konto mit E-Mail-Adresse und Passwort.

Dann stehen dir laut Anbieter über 100 Live-Sender zur Verfügung. Dazu gehören ARD, ZDF, ARTE, 3sat, KiKA und phoenix ebenso wie Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe und weitere Programme wie DMAX, Sport1 oder Comedy Central. Hinzu kommen Serien und Shows auf Abruf.

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Einige Inhalte und Funktionen, etwa HD-Qualität oder bestimmte Sender, gibt es nur im Bezahl-Abo Joyn PLUS+. Joyn ist auch in Österreich und der Schweiz verfügbar, das Angebot unterscheidet sich aber je nach Land.

Pluto TV: Themensender ganz ohne Anmeldung

Pluto TV gehört zu Paramount und ist seit 2018 in Deutschland verfügbar. Das Besondere: Du musst dich nicht registrieren. App öffnen, Sender wählen, fertig.

Statt klassischer TV-Sender bietet Pluto TV über 100 eigene Themenkanäle, zum Beispiel mit Krimiserien, Comedy, Filmen oder Reality-Formaten. Dazu kommen Filme und Serien auf Abruf. Pluto TV finanziert sich ausschließlich über Werbung, es gibt kein Abo.

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Wer bestimmte Serien sucht, die rund um die Uhr laufen, wird hier oft fündig. Aktuelle Nachrichten oder große Live-Events gibt es dagegen kaum.

Zattoo Free: klassisches Live-TV, mit Einschränkungen

Zattoo ist ein bekannter Anbieter für Fernsehen übers Internet. In der kostenlosen Version Zattoo Free siehst du auf Handy und Tablet zahlreiche Sender live, darunter Das Erste, ZDF und die dritten Programme.

Die Einschränkungen: Die Bildqualität ist nur SD, vor dem Einschalten läuft Werbung, und Komfortfunktionen wie Neustart, Replay oder Aufnahmen fehlen. Große Privatsender sind in der Gratis-Version in Deutschland in der Regel nicht enthalten, dafür brauchst du ein Bezahlpaket. Die aktuelle Senderliste findest du auf der Website von Zattoo.

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Alle Apps im Vergleich

App Anbieter Anmeldung Werbung Live-TV Stärke
ARD Mediathek ARD Nein Nein Das Erste, Dritte, Spartensender Riesiges Archiv
ZDF-App ZDF Nein Nein ZDF, ZDFneo, ZDFinfo u. a. Krimis, Dokus, Nachrichten
ORF ON ORF (AT) Teilweise Nein ORF-Sender Österreich-Programm
Play SRF SRG (CH) Nein Nein SRF-Sender Schweizer Programm
Joyn ProSiebenSat.1 Ja, kostenlos Ja Über 100 Sender Viele Sender in einer App
Pluto TV Paramount Nein Ja Über 100 Themensender Serien rund um die Uhr
Zattoo Free Zattoo Ja, kostenlos Ja Öffentlich-rechtliche u. a. Klassisches Fernsehen, nur SD

Senderlisten und Funktionen ändern sich regelmäßig. Prüf vor dem Download die aktuelle Beschreibung.

Datenvolumen sparen beim Fernsehen

Video-Streaming ist der größte Datenfresser auf dem Handy. Eine Stunde in hoher Qualität kann ein kleines Datenpaket schnell aufbrauchen. So schonst du dein Volumen:

  1. Im WLAN schauen. Zu Hause oder in öffentlichen Hotspots belastest du dein Datenvolumen nicht.
  2. Qualität reduzieren. Viele Apps haben in den Einstellungen eine Option für „Datensparmodus“ oder niedrigere Qualität im Mobilfunknetz. Auf dem kleinen Handydisplay fällt der Unterschied kaum auf.
  3. Downloads nutzen. Die ARD Mediathek und die ZDF-App erlauben es bei vielen Sendungen, sie im WLAN herunterzuladen und später offline anzusehen.
  4. Tarif prüfen. Manche Mobilfunktarife enthalten Zusatzoptionen für Video-Streaming. Frag bei deinem Anbieter nach.

Finger weg von illegalen Gratis-TV-Apps

In App-Stores, in Werbeanzeigen und auf dubiosen Websites tauchen immer wieder Apps auf, die „alle Sender kostenlos“ versprechen, inklusive Sky oder DAZN. Hier ist Vorsicht angebracht.

  • Rechtliche Risiken: Wer offensichtlich illegale Streams nutzt, bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone oder darüber hinaus. Rechteinhaber gehen gegen solche Angebote vor.
  • Schadsoftware: Viele dieser Apps kommen als APK-Datei außerhalb der offiziellen Stores. Sie können Werbung einschleusen, Daten abgreifen oder Abofallen enthalten.
  • Schlechte Qualität: Die Streams brechen häufig ab und sind voller Werbung.

Eine einfache Faustregel: Wenn eine App Bezahlsender kostenlos verspricht, ist sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht legal. Bleib bei den Apps der Sender und bekannten Plattformen.

Fernsehen vom Handy auf den großen Bildschirm

Die meisten genannten Apps unterstützen Chromecast oder AirPlay. Tippe während der Wiedergabe auf das Cast- oder AirPlay-Symbol, und die Sendung läuft auf dem Fernseher. Das Handy dient dann als Fernbedienung.

Voraussetzung ist ein passender Fernseher oder Streaming-Stick im selben WLAN. Viele Smart-TVs haben ARD, ZDF, Joyn und Pluto TV auch als eigene App an Bord.

Arte, 3sat und Angebote für Kinder

Neben den großen Mediatheken lohnen sich einige spezialisierte Apps. Sie sind ebenfalls kostenlos, werbefrei und legal.

Arte: Der deutsch-französische Kultursender hat eine eigene App mit Dokumentationen, Spielfilmen, Konzerten und Serien. Viele Inhalte gibt es in mehreren Sprachen, oft mit Untertiteln. Auch der Livestream des Senders ist dort verfügbar.

3sat: Das Gemeinschaftsprogramm von ZDF, ORF, SRF und ARD bietet viel Kultur, Wissenschaft und Dokus aus allen drei Ländern. Die Sendungen findest du in der 3sat-Mediathek und teilweise auch in den Apps von ARD und ZDF.

KiKA: Für Kinder gibt es die App KiKA Player von ARD und ZDF. Sie ist speziell für jüngere Zuschauer gestaltet, werbefrei und ohne Anmeldung nutzbar. Eltern können dort Sendungen auswählen, die zum Alter passen, und die Nutzungszeit begrenzen.

Ein Tipp für Familien: Richte auf dem Handy oder Tablet der Kinder nur die KiKA-App ein. So landen sie nicht zufällig in Inhalten für Erwachsene. Die Zeitbegrenzung lässt sich zusätzlich über die Bildschirmzeit auf dem iPhone oder Google Family Link auf Android steuern.

Auch für Erwachsene gibt es Schutzfunktionen: In den Mediatheken von ARD und ZDF lässt sich eine Altersfreigabe per PIN einrichten. Sendungen für Erwachsene sind dann erst nach Eingabe der PIN oder zu späterer Stunde abrufbar.

Für ältere Menschen, die zum ersten Mal auf dem Handy fernsehen, empfiehlt sich ein Tablet. Der größere Bildschirm macht Untertitel und kleine Schrift deutlich besser lesbar. Die Apps funktionieren dort genauso wie auf dem Smartphone.

Fragen

Muss ich für die Apps Rundfunkbeitrag zahlen?

Der Rundfunkbeitrag in Deutschland ist pro Wohnung fällig, unabhängig davon, welche Geräte du nutzt. Für die Apps selbst fällt nichts zusätzlich an.

Kann ich ARD und ZDF im Urlaub im Ausland schauen?

Viele Sendungen ja, einige nicht. Sportübertragungen und bestimmte Filme sind aus Lizenzgründen oft nur in Deutschland verfügbar.

Welche App braucht keine Anmeldung?

ARD Mediathek, die ZDF-App, Play SRF und Pluto TV kannst du ohne Konto nutzen. Joyn und Zattoo verlangen ein kostenloses Konto.

Sind RTL und ProSieben irgendwo kostenlos live zu sehen?

ProSiebenSat.1-Sender findest du teilweise im Gratis-Angebot von Joyn. Bei Zattoo Free sind große Privatsender in Deutschland meist nicht enthalten. Prüf die aktuellen Senderlisten der Anbieter.